Das Ensemble 2016

ABENTEUERJAHRE

//2015 - 2018

Theater4 hatte Lust auf Herausforderungen. Das Ensemble war groß wie nie, die Begeisterung ungebrochen, das Team hungrig und kein Stück schien zu schwierig. Und so war diese Phase geprägt von theatralen Experimenten und Kooperationen. 

Die Bühne voll Sand, eine Mega-Familiensaga, choreografische Elemente und formal extrem strenge Texte, Videoprojektionen und das "Kleinste Theater der Welt" ... mit Verve warfen wir uns in jede Produktion.

2015  //  Morgen ist auch noch ein Tag von Philipp Löhle

Scheinbar werden wir alt. Das Stück greift den demografischen Wandel auf. Nicht dokumentarisch, nicht kritisch, aber voller schräger Motive und böser Pointen. Die Hauptfigur Karl geht in Rente. Was nicht reibungslos gelingt.

Uns gelang scheinbar vieles, das Publikum war uns sehr sehr wohlgesonnen und so beschlossen wir, uns noch lange nicht aufs Altenteil zurückzuziehen.

2016 // Eisenstein von Christoph Nußbaumeder

Das bislang größte Projekt von Theater4 mit 14 Darstellerinnen und Darstellern und rund 2,5 Stunden Spielzeit. Fast ein Jahr haben wir geprobt und nach einer Generalprobe, die erst um 23.30 Uhr begann, freuten wir uns schließlich und endlich über wirklich tolle Vorstellungen mit einem begeisterten Publikum.

Als besonderen Premierengast durften wir den Autor Christoph Nußbaumeder begrüßen.

2017 // Die Gehaltserhöhung von Georges Perec

Eine echte Herausforderung, wir wussten es und wagten es. Perec' Drama behandelt 23 Mal dieselbe Situation: Ein Angestellter will seinen Abteilungsleiter in allen Varianten um eine Gehaltserhöhung ersuchen. Bei Theater4 wurde daraus ein wilder und rasanter Theaterabend mit Chorgesang und unzähligen choreografischen und chorischen Elementen. Viel gewonnen und nebenbei noch viel gelernt auf allen Ebenen. Tchakka! 

2017 // Das kleinste Theater der Welt

Im selben Jahr feierte auch das "Kleinste Theater der Welt" seine Premiere auf der Blauen Nacht. Dieses ganz besondere Projekt ist die Theater4 Antwort auf alle bisher so schwierig zu erfüllenden Gastspielanfragen. Und es ist auch eine ganz ganz andere Art von Theater mit vielen Optionen für die Zukunft. Ein wirklich spannende Idee, die mit Hilfe vieler Begeisterter aus dem großen Theater4-Netzwerk verwirklicht wurde.

2018 // Auf der Greifswalder Straße von Roland Schimmelpfennig

Berlin-Komplex. Theater4 leidet unter einem Berlin-Komplex. Einer Berlin-Neurose, einem Berlin-Trauma. Zu viele Ensemblemitglieder sind in all den Jahren "nach Berlin gegangen", um "irgendwas Kreatives zu machen". 
Und so haben wir uns entschieden, diese Sache endlich "aktiv zu bearbeiten".
Auf der Greifswalder Straße" von Roland Schimmelpfennig setzte auf Multimedia. Das Bühnenbild wurde mit Videoprojektionen gestaltet. Und entstanden ist wieder einmal packendes Theater, diesmal vor einer Kinoleinwand. 


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